Hundeernährung: Hunde richtig füttern – Hundebibel

Es gibt immer diverse Fragen zum Thema Hundefütterung und die grundsätzliche fängt schon damit an, wie viel füttere ich meinem Hund und wie oft Grundsätzlich gilt für die Häufigkeit der Fütterung: Gerade wenn der Hund noch ein Welpe ist, sollte er schon mehrmals täglich kleine Rationen, also die Tagesration, die er benötigt, auf kleine Rationen bekommen. Man kann dann irgendwann auf dreimal gehen, oder auch auf zweimal. Es gibt Leute, die füttern ihren Hund nur einmal. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das tatsächlich zu wenig ist, gerade wenn die Hunde älter werden. Denn umso älter sie werden, umso weniger können sie das Essen, das sie aufnehmen, auch wirklich verarbeiten und haben dann dauerhaft Hunger. Wenn sie nur einmal am Tag was bekommen und das geht sowieso eigentlich nur wieder raus, ohne dass sie wirklich Nährstoffe davon inne behalten, ist das wirklich schwierig. Wir füttern unsere Hunde zweimal am Tag. Das heißt, die angegebenen Futterrationen, die die Hersteller auf ihren Futtersäcken oder -dosen, je nachdem was ihr füttert, ob Trocken- oder Nassfutter, angeben, stehen immer hinten drauf.

Das ist eine Richtwertmenge; das heißt nicht, dass ihr genau das füttern solltet, aber gerade wenn ihr mit einem Futter neu anfangt, macht es Sinn, sich daran zu halten und dann einfach zu kucken, passt das für meinen Hund oder passt das nicht. Ich mache es so, dass ich für jeden Hund das Futter abwiege. Es bekommt jeder genau die Menge, mit der er richtig eingestellt ist, mit der er weder zu- noch abnimmt. Sollten die jetzt mal besonders viele Tage hintereinander viel rennen, dann kriegen sie auch ein bisschen mehr, weil sie dann dazu neigen, dass sie einfach wieder ein bisschen abnehmen. Aber in der Regel haben wir für jeden Hund eine bestimmte Grammzahl an Futter, die er bekommt.

Das heißt, ich mache das im Endeffekt mit einer ganz normalen Küchenwaage, stelle mir einen Napf drauf und nulle diesen. Wenn ich jetzt hier sehe: ein Hund, der 5 kg wiegt, sollte 146 bis 194 g am Tag bekommen, und mir so einen Mittelwert nehme, dann nehme ich zum Beispiel 180 g, und teile das durch zwei, das heißt, er bekommt zweimal 90 g. Die meisten Hunde bekommen natürlich zusätzlich noch Leckerlis. Das muss man immer bei der Tagesration mit bedenken. Wenn man sehr viel über das Thema Leckerli-Gabe arbeitet, also das ganze Training und jeden Tag nur darauf aufbaut, dass der Hund für alles, was er gut macht, oder was er macht, als Belohnung ein Leckerchen bekommt, und nicht nur Belobigung, was man zum Beispiel auch mache kann, dann sollte man definitiv die Tagesration deutlich reduzieren. Oder aber von dem Futter, also anstatt zusätzliche Leckerlis zu geben, von dem Trockenfutter die Futterhappen einfach wegnehmen und als Belohnung geben über den Tag verteilt.

Es gibt auch Hundebesitzer, die ihre Hunde komplett das Futter erarbeiten lassen. Die kriegen im Napf im Endeffekt gar nichts, sie bekommen alles nur über die Arbeit. Aber das muss jeder für sich selber wissen, wie es für ihn am besten ist und was er mit seinem Hund auch vorhat und macht. Ich habe jetzt hier 90 g abgewogen, das wäre dann eine Portion. Er bekommt dann bei uns mittags und abends 90 g.

Ich weiche unser Trockenfutter immer in Wasser ein. Es gibt einfach Hunde, die trinken nicht genug. Die trinken maximal wenn sie wirklich mal Durst haben nachdem sie sich verausgabt haben aber nie direkt nach dem Futter. Deswegen weiche ich das Futter immer direkt in Wasser ein und sie sind gezwungen, das Wasser mit weg zu trinken beim Fressen. Wer das nicht macht, wo man sagt, der Hund trinkt auch wirklich genug, immer frisches Wasser mit dazu, also immer einen zweiten Napf mit dazu stellen, in dem frisches Wasser ist, egal ob der Hund Trocken- oder Nassfutter bekommt, sodass sie immer ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen können.

Wichtig ist noch zu wissen, wenn ihr mit einem Futter anfangt, egal ob Nass- oder Trockenfutter, dann habt ihr natürlich erstmal nur den Richtwert, den der Hersteller vorgibt. Der kann für euren Hund passen, der kann aber auch komplett daneben liegen. Beobachtet euren Hund ganz genau, ob er nach ein paar Tagen abnimmt oder zunimmt, ob er irgendwie schlapp ist, oder ihr das Gefühl habt, er hat wenig Energie oder ist total überdreht, dann sollte man wirklich, wenn einer dieser Fälle auftritt, das Futter anpassen. Bei einem Kurzhaarhund sieht man das relativ schnell ob er zunimmt oder abnimmt; bei einem Langhaarhund muss man ihn dann natürlich wiegen um es zu sehen. Wichtig ist: hat er zugenommen, die Futtermenge/Tagesmenge reduzieren, hat er abgenommen, die Futtermenge vergrößern, also mehr geben als das, was da drauf steht. Und zwar würde ich das immer mit 10 bis 20 g pro Tag anfangen. Also nicht gleich 100 g mehr sondern 10 bis 20 g am Tag mehr oder weniger und wieder ein paar Tage austesten, ob das dann hinhaut oder ausreicht und dann wieder der nächste Step bis ihr euren optimalen Punkt gefunden habt wie der Hund am besten klar kommt.

Den Platz, wo euer Hund frisst, könnt ihr auch ganz individuell gestalten. In der Regel ist dieser in der Küche, dort wo auch das normale Essen zubereitet wird, aber auch im Flur. Wenn man mehrere Hunde hat, sollte man wirklich darauf achten, dass die sich in Ruhe lassen, das heißt, wenn einer langsamer frisst und der andere schneller fertig ist, dass der dann nicht sagt, alles klar, ich bin fertig, ich geh jetzt an deinen Napf und bediene mich dort weiter. Ansonsten sollte man die Hunde schon irgendwie ein bisschen räumlich voneinander trennen. Wenn das aber gut funktioniert, können die alle nebeneinander, aber mit ihrem festen Platz, fressen. Es ist wichtig, dass jeder Hund seinen festen Platz hat und seinen Napf quasi auch.

Wie ihr rausfindet, ob euer Hund zu dick oder zu dünn ist, zeige ich euch im nächsten Video. Abonniert diesen Kanal und dann könnt ihr das auch sehen. .

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